ikonoskop

Ist dieses Thema nicht eine ganze eigene Ausstellung wert?

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Ja!!
- nach langem hin und her …

Um überhaupt eine Auswahl treffen zu können und um die Ausstellung in einem angemessenen Zeitrahmen realisieren zu können, ist nun entschieden worden, dass wir uns auf das Thema “Tanz/Dance” fokussieren.
Das heißt natürlich nicht, dass die anderen Playlists jetzt als abgeschlossen zu betrachten sind. Sie sind eher als Pool für die anschließende Ausstellung/ Präsentation gedacht und werden weiter aktualisiert. Die Entscheidung Tanzvideos auszustellen, ergab sich aus recht einfachen und pragmatischen Gründen. (Ich denke, dass ist typisch für viele Kurationsprojekte.) Natürlich hätte man sich auch aus genau denselben Gründen auf “Züge”, “Hotelzimmer” und “Atmosphären” konzentrieren können. Warum also Tanz?
Tanz deshalb, weil er mich vom ersten Kontakt mit youtube an beschäftigt hat. (Vielleicht wär ich auch gern SpongebobTänzer geworden …. Insgesamt eine im höchsten Maße subjektive Entscheidung). Wie alles, was einen irgendwie “angeht”, wirft das Phänomen eine Reihe Fragen auf: Was heißt es, dass eben so viele (junge) Menschen tanzen? Was bedeuten die Ausdrucksformen, die sie kreieren,  was die Umgebungen, in welchen sie tanzen und warum zieht gerade der Tanz/das Tanzvideo solche Kreise?? Des weiteren besitzen gerade die Tanzvideos etwas ungeheuer Privates und gleichzeitig sind sie doch auch immer schon Ausdruck der totalen Vermittlung, einer von der “Kulturindustrie programmierten Jugend – die schon deren Formen internalisiert hat.” Oder behauptet sie sich eben im Tanz gerade gegen diese?

Die Videos sind oft sehr populär, die Tanzstile weltweit verbreitet. Es ist nicht viel nötig, um die Videos zu verstehen – sie sprechen für sich / L’art pour l’art??

- Es wäre interessant genau das Publikum anzusprechen, welches diese Videos produziert. Natürlich könnte man auch noch z.B. den Genderdiskurs und den “Rassen”Diskurs daran anschließen, doch kann ich dies nicht leisten. Es ist zwar auffällig, dass in vielen der Kommentare oder Videobeschreibungen darauf Bezug genommen wird, doch denke ich, würde diese Form der Auseinandersetzung unsere Kapazitäten übersteigen. Persönlich würde mich aber der Begriff der Romantik in diesem Zusammenhang (sich selbst beim tanzen filmende Menschen) interessieren…
Denkbar wäre eine nach bestimmten Tanzstilen geordnete Präsentation. Dazu sollten natürlich vorher alle Protagonisten bzw. Filmemacher kontaktiert werden (natürlich über youtube).
Die einzelnen Playlists müssen dementsprechend erweitert und dann selektiert werden…

Wie viele Videos sollte man zeigen, welche Videos und warum gerade diese? Sollte man die einzelnen Stile separieren, kann überhaupt von Stilen gesprochen werden, sollte man einen historischen Vergleich anstreben – und dementsprechend „alte“ Breakdance- und Performance – Videos gezielt in youtube suchen?? Wird neben der reinen Reihung, der exemplarischen Dokumentation ein kuratorisches Statement vermittelt- kann es dieses überhaupt geben, und wenn ja, wie kann es vermittelt werden? Wie kann youtube im Realraum präsentiert werden? Was ist mit den Videos von Dennis Kopf, sind auch sie Tanzvideos? …
Um die Fragen der Präsentation und des Ausstellungsdesigns zu behandeln, muss eine eigene Rubrik im Blog angelegt werden … vielleicht auch eine Playlist in youtube mit Dokus …

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