“YouTube Favourites: Ego und Art Clips”

“YouTube Favourites: Ego und Art Clips”. Der Videohoster YouTube zeigt am deutlichsten, wie fluide Kommunikation über Bilder funktioniert und dass hierbei manchmal sogar Kunst entstehen kann. Dabei dienen alle diese neu entstandenen Clipformen nur einem Ziel: sich anderen mitzuteilen, mit ihnen zu kommunizieren und Einblicke in die Leben der Anderen zu bekommen. Die Präsentation stellt die in einer eigenen wissenschaftlichen Studie herausgearbeitete Typologie vor, die man bei YouTube findet und navigiert durch die Clipsorten Ego Clips, Skillz Clips, Art Clips, Response/Battle Clips, Fan Clips, Virale Clips…

www.BirgitRichard.de

Ja! Das dazugehörige pdf zeigt in tabellarischer Form erste Ansätze einer wissenschaftlichen Kategorisierung auf. Dass kategorisiert werden muss, ist klar, das versuchen wir hier ja auch — wenn auch mehr aus pragmatischen Gründen … und ganz im “web 2.0″ – Stil … Dass die wissenschaftliche Auseinandersetzung aber zu allererst eine Kategorisierung unternimmt, ist bezeichnend. Wissenschaftliches Arbeiten ist systematisches Arbeiten, welches Vergleiche und Überprüfungen zulässt, deshalb zuerst ordnen muss und dann beurteilen, interpretieren etc. kann. Doch denke ich, dass eben dieses Ordnen wie in diesem Fall durch Kategorisieren immer schon ein Interpretieren voraussetzt. Häufig ist es gar nicht mehr nötig über das Ordnen hinaus noch etwas aussagen zu wollen, da auch alle weiteren Diskurse sich meistens an diesen Ordnungen und den damit verbundenen, ihnen zugrunde liegenden Welthaltungen abarbeiten – siehe gerade jetzt die Diskurse zu den Begriffen Medien, Medienkunst, Netzkunst usw. Soll bzw. ist die Performancelecture (random googleLink) der Ausweg? Ist “curating youtube” nicht mehr als eine Art “lecture performance” zu verstehen? Ich glaube nicht, da sich CY zu allererst an uns selbst richtet — im Handeln sich vergewissern — die unklaren, unscharfen Gedanken etwas eingrenzen und einen Horizont abstecken will, an welchem entlang man sich bewegen kann …
– Beschreibung wird zur Bezeichnung — das fände ich gut, da eine Beschreibung das eigene Weltverständnis immer mit abgleicht, man Dinge beginnt zu sehen, die vorher nicht so zu entdecken waren … Denn merkwürdigerweise ist eine Beschreibung eben noch keine Bezeichnung und wie wir etwas beschreiben können zeigt, in wie weit wir etwas verstehen können … Die Bezeichnung bringt dann das bisher Verstandene auf den Punkt, wenn sie gut ist, so dass die Bezeichnung eben nicht zum weiteren Nachfragen auffordert. Ist sie nicht klar genug, dient sie eher als Anlass neuer Vergewisserungen – Positionsbestimmungen etc. …

Kurz noch zur Tabelle: einige Kategorien überschneiden sich mit den unseren – ist das ein gutes Zeichen? Ist die Kategorie Zufall/surprise mit unserm Schubfach für alles Unkategorisierbare, der freien Kategorie gleich zu setzen?

Wir sind gespannt und verfolgen die Entwicklung in freudiger Erwartung :-)

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